Der Beitrag des Bundes zum Bevölkerungsschutz bei der WM 2006
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
16:00 Uhr
Datum:
Freitag, 2.Juni 2006
Die Bundesregierung hat im Rahmen der Bewerbung Deutschlands um die FIFA WM 2006 die Gewährleistung einer sicheren Durchführung der WM garantiert. Das ge-meinsam von Bund und von den für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zuständigen Ländern erstellte "Nationale Sicherheitskonzept FIFA WM 2006" ist Grundlage für die sichere Durchführung der WM und lässt dabei Spiel, Spaß und vor allem den Sport im Vordergrund stehen.


Seit der Vergabe der FIFA WM 2006 an Deutschland arbeiten alle mit Sicherheitsaspekten betrauten Institutionen des Bundes und der Länder mit der FIFA als Veranstalter und dem Organisationskomitee als Ausrichter eng zusammen. Das "Nationale Sicherheitskonzept FIFA-WM 2006" wurde durch den "Bund-Länder-Ausschuss WM 2006" erarbeitet. In diesem Gremium unter Vorsitz des Bundesministeriums des Innern waren alle betroffenen Partner beteiligt. Das Nationale Sicherheitskonzept wurde am 25. Mai 2005 durch die Ständige Konferenz der Innenminister und - senatoren der Länder verabschiedet und ist seitdem ständig an die aktuellen Entwicklungen angepasst worden.

Vergabevoraussetzung der FIFA war, eine nationale Sicherheitsgarantie zu bekommen, die nach dem Grundgesetz nur der Bund für den Gesamtstaat abgeben kann. Andererseits sind in Deutschland die Länder nach der föderalen Aufgabenverteilung zuständig für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit in und um die Stadien. Deshalb gab es ein Zusammenwirken von Bund und Ländern sowie die Abstimmung über das Sicherheitskonzept.

Wesentliche Teile des Konzepts wurden bereits im vergangenen Jahr beim Confederation Cup 2005 angewandt und damit erfolgreich getestet.

Das "Nationale Sicherheitskonzept FIFA WM 2006" beschreibt zusammenfassend Maßnahmen und Aktivitäten von zuständigen Behörden, Organisationen und Institutionen auf staatlicher Ebene sowie Maßnahmen und Aktivitäten des Veranstalters und Ausrichters - vor, während und nach den Spielen, um Gefahren vorzubeugen, die sich aus nationalen und internationalen Entwicklungen ergeben.

Ein wesentlicher Baustein der staatlichen Maßnahmen ist neben dem polizeilichen Aufgabenbereich der Katastrophenschutz. Die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr ist neben der Prävention vorrangig auf Schadensbewältigung ausgerichtet. Sie hat zum Ziel, die bestmögliche Versorgung betroffener Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, wenn es zu einem größeren Schadensereignis kommen sollte.

Die Länder mit WM-Spielstätten haben sich dafür Anfang 2004 auf ein Musterkonzept Katastrophenschutz verständigt, um an allen Spielstätten das gleiche Mindestniveau an Sicherheit und Vorsorge unter Einsatz aller Ressourcen von Zivil- und Katastrophenschutz zu erreichen. Damit ist Vorsorge getroffen für wesentlich größere denkbare Notlagen, als es der tägliche Rettungsdienst und die Einsätze der Feuerwehr zur Brandbekämpfung und technischen Hilfe überlicherweise erfordern.

Das Musterkonzept Katastrophenschutz bildet einen eigenen Abschnitt im Nationale Sicherheitskonzept. Bund und Länder haben sich darin auf Rahmenpläne der Sicherheitsvorsorge für Unglücksfälle verständigt.

Diese sind von den Ländern zu individuellen Sicherheitskonzepten konkretisiert worden, die auf die jeweiligen örtlichen Besonderheiten Rücksicht nehmen.



Im Einzelnen leisten die für den Bevölkerungsschutz zuständigen Bundesbehörden aus dem Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums folgende Beiträge zur Sicherheit der WM:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Das BBK stellt mit seinem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum (GMLZ) das länder- und organisationsübergreifende Informations- und Ressourcenmanagement bei großflächigen Schadenlagen oder sonstigen Lagen von nationaler Bedeutung als Serviceleistung für Bund, Länder und Organisationen sicher.

Außerdem stellt das GMLZ im Auftrag des Bundesministeriums des Innern das Bindeglied zum Gemeinschaftsverfahren der Europäischen Union dar, das zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit bei internationalen Katastrophenschutzeinsätzen im Jahr 2002 geschaffen wurde.

Durch eine für das gesamte Personal des BBK verhängte Urlaubssperre, die für den gesamten Zeitraum der WM gilt, ist sichergestellt, das jederzeit umfassend und angemessen auf evtl. eintretende Schadensereignisse reagiert werden kann.


Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

Das Technische Hilfswerk bereitet sich seit mehr als zwei Jahren auf die Aufgaben während der FIFA WM 2006 vor.

Schwerpunkte der Aktivitäten des THW sind u.a.:

Einbindung in das nationale SicherheitskonzeptEinbindung in die Gefahrenabwehr an allen SpielstättenAufstellung von SpezialkräftenAbstimmung mit den Bundeskontingenten (Bundespolizei, Bundeswehr)Organisatorische Voraussetzungen, z. B. Urlaubssperre



Weitere Informationen zur Fußball-Weltmeisterschaft auf bmi.bund.de Spezialseiten des Bundesinnenministeriums zur WM 2006

Themenseiten "Sicherheit" im WM-Angebot des Bundesinnenministeriums



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Bundesministerium des Innern
 

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