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| Für das Rote Kreuz hat die Fußballweltmeisterschaft längst begonnen. Schon seit Monaten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Anfang des Jahres hat das Organisationskomitee der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 mit dem DRK eine Zusammenarbeit für die notfallmedizinische Versorgung bei allen 64 Spielen an den zwölf Austragungsorten vereinbart. Insgesamt werden 5.835 DRK-Helfer aus zehn Landesverbänden und zwölf Kreisverbänden im Einsatz sein – die meisten Austragungsorte der Spiele befinden sich in Nordrhein-Westfalen: in Dortmund, Gelsenkirchen und Köln. „Die Einsätze der Rotkreuzler aus den DRK-Landesverbänden Nordrhein und Westfalen-Lippe werden vom DRK-Einsatzstab NRW koordiniert, Standort der Einsatzzentrale ist in der Münsteraner DRK-Landesgeschäftsstelle“, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Jörg Twenhöven, bei einer Pressekonferenz am 8. Juni in Münster. Die Planung sieht bei den Spielen folgende Besetzung in den Stadien vor: Dortmund: 139 DRK-Einsatzkräfte, Gelsenkirchen: 97 DRK-Einsatzkräfte, Köln: 105 DRK-Einsatzkräfte. Das Personal setzt sich zusammen aus Einsatzkräften mit den unterschiedlichsten Qualifikationen. Im Bereich der medizinischen Hilfeleistungen sind Notärzte, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Rettungs- und Sanitätshelfer vor Ort. Die Führung wird von Einsatzleitern mit Verbandsführerausbildung, die sich in Einsätzen und Übungen bewährt haben, gestellt. Außerdem wird im Rahmen der Gefahrenabwehr an jedem Stadion („äußerer Sicherheitsring“) ein Behandlungsplatz errichtet, auf dem bis zu 50 Verletzte und Erkrankte behandelt werden können. Auf weiteren drei Behandlungsplätzen im Umkreis der Stadien können bis zu 200 Verletzte und Erkrankte versorgt werden. Sollte es notwendig sein, stehen weitere Behandlungsplätze an den Standorten bereit. Darüber hinaus werden für unverletzte Betroffene Behandlungsplätze in der näheren Umgebung vorgehalten. Auch der DRK-Suchdienst steht bereit: In Gelsenkirchen stellt der DRK-Kreisverband das Personal der örtlichen Personenauskunftsstelle, in Dortmund und Köln stehen Helferinnen und Helfer des DRK den örtlichen Personenauskunftsstellen zur Verfügung. Sofern am Vorabend eines Spieltages in den Stadien Dortmund, Gelsenkirchen und Köln Trainingseinheiten der an den Spieltagen beteiligten Mannschaften stattfinden, wird das DRK in den Stadien Sanitätsräume bzw. Unfall-Hilfestellen mit Sanitätshelfern/Rettungshelfern, Rettungssanitätern, Rettungsassistenten/examiniertem Pflegepersonal und Notärzten besetzen. Aber nicht nur während der Spiele ist das DRK gefragt: Insgesamt werden die Rotkreuzler die ganzen vier Wochen der Weltmeisterschaft in Alarmbereitschaft sein. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten im Bereich des Sanitätswachdienstes reicht vom Kreislaufkollaps bei Public Viewings bis zum Anfall von Verletzten im Fall von Zusammenstößen marodierender Fans, schließlich ist das Rote Kreuz bundesweit der größte Erbringer von Leistungen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. So stehen in Nordrhein-Westfalen für den Katastrophenschutz 288 Einsatzeinheiten mit jeweils 33 Frauen und Männern im Sanitäts- und Betreuungsdienst bereit. Für die WM werden 180 Einheiten mobilisiert, 60 Prozent davon – das sind 3.564 Kräfte – werden vom DRK gestellt. „Bei der Fußball-Weltmeisterschaft handelt es sich um den größten planbaren Einsatz in der Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes“, so Dr. Twenhöven. Hinzu komme, dass während der vier WM-Wochen auch etliche andere öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise der Sommersend in Münster oder das ATP Rasentennis Gerry Weber Open 2006 in Halle/Westfalen sanitätsdienstlich vom DRK betreut werden. „Aufgrund der sorgfältigen Vorbereitungen im Vorfeld der WM - unter anderem durch Großübungen in den Stadien – können wir sagen: Das DRK ist gut vorbereitet“, sagte Dr. Twenhöven, der sich bei allen Arbeitgebern und Firmen, welche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für Einsätze während der WM in ihrer Arbeitszeit freistellen, herzlich bedankte. |
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