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| Bonn (ots) - Eine Hochdruckzone von der Nordsee bis zum Balkanraum beschert Deutschland seit Wochen den heißesten Sommer seit 2003. Eine erhöhte Waldbrandgefahr und umkippende Gewässer sind die Kehrseite des Urlaubswetters. Die Ortsverbände der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) stehen bereit, um entstehende Wald- und Flächenbrände zu orten und beim Ausbrechen von Feuern die Löscharbeiten schnell zu unterstützen. Außerdem können THW-Pumpen zur Bewässerung wichtiger landwirtschaftlicher Areale sowie zum Belüften stehender Gewässer eingesetzt werden. Zum Schutz der Viehbestände kann das THW mit dem Errichten von Abschattungsbauten beauftragt werden. Im Bereich der Brandprävention können THW-Ortsverbände von den Forstbehörden und der Feuerwehr zur Lagebeobachtung angefordert werden. Neben Kontrollfahrten durch gefährdete Gebiete sind die Einrichtung von Beobachtungsposten und -türmen die Einsatzoptionen. Im Falle eines Waldbrandes können THW-Einheiten für die Feuerwehren Wasserentnahmestellen an Flüssen und Seen einrichten, Löschwasser mit Hilfe der Hochleistungspumpen über längere Strecken transportieren sowie Befüllstationen für Tanklöschfahrzeuge aufbauen. Darüber hinaus können die örtlichen Feuerwehren das THW für Nachlöscharbeiten und das Freiräumen von Brandnestern einsetzen. Nicht nur Badeseen drohen durch die extremen Temperaturen der vergangenen sechs Wochen aufgrund von Sauerstoffmangel "umzukippen" und so den Freizeitspaß vieler Badegäste zu verderben. Auch stehende Gewässer wie Fischteiche oder Feuchtbiotope in Naturschutzgebieten stehen kurz davor, zu unwirtlichem und lebensfeindlichem Brackwasser zu werden. Das THW kann sein technisches Gerät auch hier einsetzen, um die Natur bei ihren Regenerationsprozessen zu unterstützen, indem beispielsweise Luft in die Gewässer geblasen wird, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Außerdem kann das THW bei niedrigen Wasserständen Frischwasser aus nahe gelegenen Flüssen in die Seen pumpen und so das Austrocknen verhindern. Besonders betroffen sind von der derzeitigen Hitzeperiode die Landwirte. Nicht nur, dass mit einer geringen Ernte aufgrund der ausbleibenden Niederschläge zu rechnen ist, vor allem die Nutztiere haben unter der Hitze zu leiden. Zur Abhilfe kann das THW damit beauftragt werden, wichtige Landstriche zu bewässern und Wasser für die Tiere zu transportieren. THW: Partner der Gesellschaft Das THW ist die Katastrophenschutz- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit seinen hoch spezialisierten Einheiten ist das THW den Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr bestens gewachsen. In seiner Struktur ist das THW weltweit einmalig. Als Katastrophenschutzorganisation getragen von ehrenamtlichem Engagement ist diese Behörde Partner für Menschen in Not. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit rund 80.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 669 THW-Ortsverbänden zum Wohle der Mitmenschen. Dabei gewährleistet die enge Verzahnung mit der Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, der Polizei sowie Bundespolizei einen maximalen Schutz der Bürgerinnen und Bürger. In jedem der 66 THW-Geschäftsführerbereiche - verteilt auf acht Landesverbände - ergänzen sich die Komponenten der Ortsverbände so, dass das gesamte Einsatzspektrum des THW im ganzen Bundesgebiet verfügbar ist und seine Spezialisten immer dort sind, wo es notwendig ist. Originaltext: Bundesanstalt THW |
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