Libanon: Malteser versorgen Tausende Vertriebene / Medikamente sind knapp
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
16:05 Uhr
Datum:
Sonntag, 30.Juli 2006
Köln/Beirut. (ots) - Die libanesische Assoziation des
Malteserordens versorgt inzwischen mehr als 2.000 Vertriebene im
ganzen Land mit Medikamenten und Erster Hilfe. "Die Lage im Libanon
ist dramatisch - besonders im Süden", berichtet Paul Saghbini, der
Direktor der libanesischen Malteser: "In Rmeich nahe der israelischen
Grenze sind die Bewohner und 8.000 Vertriebene wegen der Kämpfe
eingeschlossen. Einer unserer Ärzte behandelt die Menschen, doch es
fehlen Medikamente, Milch für Kleinkinder, Brot und Trinkwasser."

Vier Gesundheitszentren im Südlibanon, in Beirut und in der
Bekaa-Ebene kümmern sich um Vertriebene, die meist in Schulen
untergebracht sind. Wegen Hamsterkäufen der Bevölkerung und we-gen
des schwierigen Transports sind Medikamente an vielen Orten knapp.
Zudem reichen die sanitären Anlagen in den Schulen nicht aus. "Die
Hälfte der Geflohenen sind Kinder", sagt Saghbini: "Wir kümmern uns
besonders um sie, denn sie sind in einer solchen Situation besonders
anfällig für Krankheiten." Sorge bereitet den Maltesern auch das
beginnende Schuljahr - denn es ist unklar, wo die Vetriebenen dann
unterkommen können.

Die Malteser in Deutschland unterstützen die Arbeit der
libanesischen Malteser mit 60.000 Euro. Die libanesischen Malteser
betreiben zehn Gesundheitszentren, von denen aber eines durch
Luft-angriffe der israelischen Armee beschädigt wurde und nicht mehr
zugänglich ist.
Achtung Redaktionen! Sid Johann Peruvemba, stellvertretender
Generalsekretär von Malteser International, steht für Interviews zur
Verfügung! Am Donnerstag ist auch ein Kontakt mit Paul Saghbini in
Beirut möglich. Vermittlung: 0151 - 11 70 63 18.

Als Mitglied der"Aktion Deutschland Hilft", dem Bündnis der
Hilfsorganisationen, bittet Malteser International unter dem
Stichwort "Nahost" um Spenden für die Kriegsopfer und Flüchtlinge:

Spendenkonto 102030
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00

Originaltext: Malteser Hilfsdienst e.V.
 

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