Das THW steht für flächendeckenden Katastrophenschutz
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
18:22 Uhr
Datum:
Dienstag, 22.August 2006
Mit der Gründung des 94. THW-Ortsverbands am 12. August im thüringischen Gotha ist der Aufbau der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) in den neuen Bundesländern abgeschlossen. "Als operative Einsatzorganisation des Bundes hat das THW die Aufgabe, den Ländern und Kommunen bundesweit bei Katastrophen unterstützend zur Seite zu stehen. Es freut mich sehr, dass das THW jetzt den letzten weißen Fleck auf der Landkarte schließt und nun auch in Thüringen flächendeckend vertreten ist", sagt Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble, oberster Dienstherr der rund 850 hauptamtlichen und 80.000 ehrenamtlichen THW-Angehörigen. "Mit dem neuen Standort im Osten der Bundesrepublik gewährleistet das THW den flächendeckenden Katastrophenschutz", hebt Schäuble die Bedeutung der Neugründung für Thüringen hervor.

Im sachsen-anhaltinischen Halberstadt und im thüringischen Erfurt wurden zeitgleich am 29. Juni 1991 die ersten THW-Ortsverbände im Osten der Republik gegründet. Zuvor galt es allerdings die Frage zu beantworten, wie viel THW die neuen Bundesländer brauchen. "Damals wurde beispielhaft die Verzahnung zwischen Bund und Ländern gelebt: Für den Bereich Katastrophenschutz wurden Gefahrenanalysen aufgestellt und gemeinsam in Abstimmung mit den Auswertungsergebnissen die Standorte für die operativen Einheiten des THW festgelegt", blickt Schäuble auf seine erste Amtszeit als Bundesminister des Innern zurück.

Die Gründung des Ortsverbands Gotha wird THW-Präsident Albrecht Broemme vornehmen. "Das THW steht für das partnerschaftliche Miteinander im Katastrophenschutz, die Zusammenarbeit der Organisationen während der Fußballweltmeisterschaft hat dies einmal mehr deutlich gezeigt. Mit dem Ortsverband Gotha haben wir dem örtlichen und überörtlichen Katastrophenschutz einen weiteren Partner an die Seite gestellt", betont Broemme. In dem neuen Ortsverband sind bereits 32 ehrenamtliche Helfer engagiert und haben ihre Ausbildung abgeschlossen. "Besonders erfreut es mich, dass es vom Gründungstag an eine Jugendgruppe geben wird", sagt Broemme.
 
THW: Partner der Gesellschaft

Das THW ist die Katastrophenschutz- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit seinen hoch spezialisierten Einheiten ist das THW den Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr bestens gewachsen. In seiner Struktur ist das THW weltweit einmalig. Als Katastrophenschutzorganisation getragen von ehrenamtlichem Engagement ist diese Behörde Partner für Menschen in Not. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit rund 80.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 669 THW-Ortsverbänden (Gotha eingerechnet) zum Wohle der Mitmenschen. Dabei gewährleistet die enge Verzahnung mit der Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, der Polizei sowie Bundespolizei einen maximalen Schutz der Bürgerinnen und Bürger. In jedem der 66 THW-Geschäftsführerbereiche - verteilt auf acht Landesverbände - ergänzen sich die Komponenten der Ortsverbände so, dass das gesamte Einsatzspektrum des THW im ganzen Bundesgebiet verfügbar ist und seine Spezialisten immer dort sind, wo es notwendig ist.
 
Als Instrument des Bundes wird das THW genutzt, um auch im Ausland schnell, zuverlässig und effektiv Hilfe zu leisten. Das Leistungsspektrum des THW reicht dabei von der akuten Nothilfe bis zum langfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten "Schnell-Einsatz-Einheiten" trägt das THW im Katastrophenfall, wie zuletzt nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien und dem Erdbeben in Pakistan, dem Zeitfaktor Rechnung. Als Regierungsorganisation bietet das THW seinen Auftraggebern - darunter die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie Regierungen anderer Nationen - zudem die Sicherheit einer zuverlässigen und kompetenten Umsetzung von Projekten.
 



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Bundesministerium des Innern
 

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