Deutsche besser auf Naturkatastrophen vorbereitet
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
16:20 Uhr
Datum:
Freitag, 19.Januar 2007
Berlin (ots) - "Deutschland ist besser auf Naturkatastrophen
vorbereitet als in der Vergangenheit. Die Warnungen kamen rechtzeitig
und präzise, die Medien haben umfassend informiert und die Menschen
vorsichtiger reagiert. Sie nehmen Wettergefahren sensibler wahr und
befolgen die Hinweise der Feuerwehren und der Meteorologen. Dadurch
konnten noch mehr Todesopfer dieses schwersten Sturms der vergangenen
Jahre verhindert werden", sagt Hans-Peter Kröger, der Präsident des
Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Vorbeugende Maßnahmen wie die weitgehende Einstellung des
Bahnverkehrs haben sich nach Einschätzung des Feuerwehr-Präsidenten
als hilfreich erwiesen. "Dies war eine kluge Entscheidung, um Risiken
für Passagiere und aufwendige Einsätze auf offener Strecke zu
vermeiden", sagt Kröger. Die Menschen seien am gestrigen Abend
überwiegend zu Hause geblieben, der Autoverkehr war merklich
geringer. Kröger: "Wie groß die Gefahr im Freien ist, zeigen die
schweren Unfälle, die sich trotzdem wieder ereignet haben. Allerdings
macht uns auch Sorge, dass mehrere Menschenleben durch Gebäudeschäden
zu beklagen sind."

Der Spitzenverband der Feuerwehren schätzt, dass der Orkan
"Kyrill" bundesweit zu mindestens 20.000 Einsätzen geführt hat, die
überwiegend von ehrenamtlichen Kräften geleistet wurden. Bereits am
gestrigen Nachmittag hatten viele Feuerwehren ihre
Bereitschaftsdienste verstärkt, in Städten gingen Freiwillige
Feuerwehren gemeinsam mit den Berufsfeuerwehren vorsorglich in
Dienst. Die Feuerwehren haben eine der einsatzreichsten Nächte der
vergangenen Jahre hinter sich. Kröger: "Dass bei den Rettungs- und
Bergungseinsätzen auch Feuerwehrleute verletzt und ein Feuerwehrmann
getötet wurde, macht uns besonders betroffen."

Originaltext: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
 

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