Orkan "Kyrill": Bundesweit 5.500 THW-Kräfte im Einsatz
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
16:21 Uhr
Datum:
Freitag, 19.Januar 2007
Bonn (ots) - Stromausfall, abgedeckte Dächer, gesperrte
Verkehrswege: Das Orkantief "Kyrill" verursachte europaweit
zahlreiche Schäden. Rund 5.500 Einsatzkräfte aus 330
THW-Ortsverbänden leisteten seit Donnerstag Nachmittag bundesweit
technische Hilfe. Zurzeit sind noch etwa 1.000 Kräfte im Einsatz.

Bonn. Den Einsatzschwerpunkt bildet derzeit Nordrhein-Westfalen.
Vor allem in ländlichen Gebieten ist der Strom ausgefallen. Die
THW-Ortsverbände sichern die Notstromversorgung landwirtschaftlicher
Betriebe und vereinzelt auch kleinerer Ortschaften. Im Auftrag der
Deutschen Bahn räumten zahlreiche THW-Ortsverbände bundesweit
Windbruch und umgestürzte Bäume von den Bahnschienen. Außerdem
führten sie für die Fahrgäste der Bahn Shuttletransporte durch und
verpflegten sie.

Das Leistungsspektrum des THW umfasste in der Kernphase des
Einsatzes das Räumen wichtiger Zufahrtsstraßen, die Beseitigung
schwerer Sturmschäden sowie die Notstromversorgung. Darüber hinaus
pumpten die THW-Kräfte eindringendes Wasser aus zahlreichen Gebäuden
und sicherten Häuser und Straßen mit Sandsäcken vor Überschwemmungen.
Zusätzlich führten sie Absperrmaßnahmen und Transportaufgaben durch,
sicherten Dächer und Gebäude, leuchteten Einsatzstellen aus und
verpflegten die beteiligten Einsatzkräfte.

Unterdessen haben bundesweit die Aufräumarbeiten begonnen. Mehr
und mehr werden die Ausmaße des Orkans sichtbar. im gesamten
Bundesgebiet häufen sich die Einsatzanforderungen durch die
Feuerwehren und die örtlichen Energieversorger. Die Einsätze werden
vermutlich das ganze Wochenende andauern.

Bundesweit engagieren sich 80.000 Bürgerinnen und Bürger in ihrer
Freizeit ehrenamtlich im THW. Bei Einsätzen wie zum Orkan "Kyrill"
ist dieses Engagement Dank des Verständnisses der Arbeitgeber
möglich, die ihre Arbeitnehmer für Einsätze freistellen.


Originaltext: Bundesanstalt THW
 

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