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| “Die Planungen des Bundes zu einem faktischen Rückzug aus dem Katastrophenschutz in den Ländern atomisieren die Einsatzeinheiten und zerstören damit ein gewachsenes und erfolgreiches Hilfeleistungssystem in NRW”, befürchten die Katastrophenschutzbeauftragten des Deutschen Roten Kreuzes in Nordrhein-Westfalen, Hartmut Krabs-Höhler (Düsseldorf) und Christoph Brodesser (Münster). Sollte der Bund seinen Ausstattungs- und Finanzierungsanteil in dem Umfang reduzieren, wie dies augenscheinlich geplant sei, dann könne ein Einsatz wie zuletzt bei dem Orkan “Kyrill” nicht mehr erfolgreich bewältigt werden. Das DRK in NRW stellt in 193 Einsatzeinheiten fast 20.000 ehrenamtlich tätige Helferinnen und Helfer im Zivil- und Katastrophenschutz des Landes NRW. Diese Einsatzkräfte leisten mit großem persönlichem Engagement einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag, zuletzt beim Orkan “Kyrill” mit über 1.700 eingesetzten Kräften. “Das DRK teilt die Sorge des Innenministeriums des Landes NRW, dass der effiziente Bevölkerungsschutz in NRW nicht mehr gewährleistet werden kann, wenn der Bund- wie angekündigt – erhebliche Mittel aus diesem System abzieht”, so Krabs-Höhler und Brodesser in einer gemeinsamen Stellungnahme der DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe. Bisher seien die Lasten gleichmäßig auf die Schultern des Bundes, des Landes, der Kommunen und der Hilfsorganisationen verteilt. Das DRK und die anderen privaten Hilfsorganisationen stellen neben den Beiträgen der öffentlichen Hand in hohem Maße eigene Mittel aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen hierfür bereit. Zöge sich der Bund aber wie angekündigt weitgehend aus diesem austarierten System zurück, käme die gesamte Struktur ins Wanken. “Von den derzeit beim DRK in NRW stationierten fast 900 Einsatzfahrzeugen des Bundes blieben dann wohl nur eine Handvoll übrig”, so die Katastrophenschutzbeauftragten, die gleichzeitig darauf hinweisen, dass dies wohl nicht ohne Auswirkungen auf jede einzelne Gemeinde und jeden einzelnen Bürger bleiben könne. Das DRK sehe sich nicht in der Lage, diese radikalen Kürzungen des Bundes aus eigenen Mitteln zu kompensieren. Unter Mitwirkung des DRK habe das Land NRW einen modernen und wirksamen Katastrophenschutz aufgebaut, der seine große Leistungsfähigkeit nur dann beibehalten könne, wenn die Anteile von Bund, Land, Kommunen und Hilfsorganisationen dauerhaft verlässlich von allen Beteiligten erbracht werden. Dies sei jedoch nach den aktuellen Planungen des Bundesinnenministeriums nicht mehr sichergestellt.-- Quelle: DRK NRW |
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