DLRG-Bilanz 2006 / 1.079 Menschen gerettet
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Webmaster
Uhrzeit:
0:18 Uhr
Datum:
Montag, 28.Mai 2007
Bad Nenndorf/Hamburg (ots) - Die Rettungsschwimmer der Deutschen
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr 1.079
Menschen vor dem Ertrinken bewahrt. Das sind 224 Leben rettende
Einsätze oder 26,2% mehr als im Jahr 2005. 8.253 Mal haben die
ehrenamtlich tätigen Retter der DLRG zudem in Not geratenen
Wassersportlern geholfen und erfolgreich 44.346
Erste-Hilfe-Leistungen im und am Wasser durchgeführt. Auf den
Wachstationen an den Küsten, an Binnengewässern und in Bädern setzte
die größte Wasserrettungsorganisation der Welt 62.000
Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer ein. Sie leisteten 2,2
Millionen ehrenamtliche Wachstunden, um die Wasserfreizeit für
Millionen Menschen sicherer zu machen. Diese Zahlen gab
DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens jetzt in Hamburg bekannt.

Als Ursachen nannte der DLRG-Präsident schlechtere
Schwimmfähigkeit bedingt durch eine weiter abnehmende kommunale
Bäderstruktur, höhere Risikobereitschaft und leichtsinniges Verhalten
von Badegästen und Wassersportlern. Zudem schätzten viele ihre
Leistungsfähigkeit falsch ein. "Ohne die Retter läge die Zahl
tödlicher Unfälle nicht bei 606, sondern bei 1.685. Wenn wir als
Dunkelziffer die Lebensrettungen von Familienmitgliedern, Freunden
und anderen Organisationen hinzu zählen, die in keiner Statistik
erscheinen, so ist das reale Gefährdungspotenzial noch weitaus
größer. Aus diesem Grund fordert die DLRG, dass der
Wasserrettungsdienst endlich in die Rettungsdienstgesetze der
Bundesländer aufgenommen wird", kritisiert Dr. Wilkens die
politischen Rahmenbedingungen.

Die Schwimmausbildung ist weiter im Abwärtstrend. Nach Angaben der
DLRG haben die Ausbilder im vergangenen Jahr nur 159.000 Schwimm- und
51.000 Rettungsschwimmprüfungen abgenommen, ein Rückgang von 6,8%
gegenüber 2005. Die "Seepferdchen"-Prüfungen für Schwimmanfänger
stiegen geringfügig auf knapp 58.000. "Ursächlich für die anhaltende
Abnahme der Prüfungen sind vor allem die Bäderschließungen und die
Umwandlung von Sport- in Spaßbäder. Hierdurch gehen in erheblichem
Umfang Wasserflächen für die Ausbildung verloren. Jeder Mensch hat
ein Recht auf Schwimmausbildung, dies gilt insbesondere für die
Kinder. Wir fordern von den Kommunen deshalb eine sofortige Abkehr
von dieser Politik und ein klares Bekenntnis zum Bädererhalt", so der
DLRG Präsident.

Die DLRG hat nach eigenen Angaben im Jahr 2006 über 6,3 Millionen
Stunden ehrenamtlich für die Menschen in Deutschland geleistet.
Allein 2,2 Millionen Stunden haben die Retter der DLRG über die
Sicherheit der Badegäste und Wassersportler an Küsten und
Binnengewässern gewacht und knapp 1,5 Millionen Stunden haben die
Ausbilder der DLRG am Beckenrand verbracht, um Kinder, Jugendliche
und Erwachsene zu sicheren Schwimmern zu machen. Die 2.200
Gliederungen der DLRG haben für eine ordnungsgemäße Vereinsverwaltung
und Organisation 1,4 Millionen Stunden investiert. Mehr als jede
fünfte Stunde entfalle auf die Vereinsführung und Erledigung externer
Aufgaben. "Das ist einfach zu viel. Wir stellen fest, dass auch vier
Jahre nach dem Abschlussbericht der Enquetekommission des Deutschen
Bundestages von Entlastungen und Vereinfachungen für
bürgerschaftliches Engagement kaum die Rede sein kann. Das ist für
viele Millionen freiwillige Helfer enttäuschend. Wir erwarten von der
Politik schnelle und spürbare Entlastungen", fordert Dr. Wilkens
bessere Rahmenbedingungen ein.

Mit über 900.000 Mitgliedern und Förderern ist die Deutsche
Lebens-Rettungs-Gesellschaft die größte Wasserrettungsorganisation
der Welt und der größte Anbieter von Schwimmausbildung in
Deutschland.

Originaltext: DLRG - Dt. Lebens-Rettungs-Gesellschaft
 

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