UN-Klassifizierung für THW-Schnelleinsatzeinheit SEEBA
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
6:17 Uhr
Datum:
Dienstag, 4.September 2007
Bonn/Hoya - Die Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland
(SEEBA) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) erfüllt als
erste deutsche Einheit die internationalen Rahmenvorgaben der
Vereinten Nationen (UN) für humanitäre Soforthilfeeinsätze nach
Erdbeben. Im Rahmen einer Zertifizierungsübung, die Ende vergangener
Woche an der THW-Bundesschule in Hoya bei Bremen stattfand, wurde die
SEEBA als sogenanntes "Heavy Team" in den Einsatzkatalog der INSARAG
(International Search and Rescue Advisory Group) aufgenommen.

"Ich bin sehr erfreut, dass die SEEBA die Prüfung gemeistert hat.
Das zeigt deutlich, dass wir als Einsatzorganisation im
internationalen Netzwerk der humanitären Hilfe ein wichtiger Partner
sind", sagte THW-Präsident Albrecht Broemme, der sich in Hoya
persönlich von der Leistungsfähigkeit überzeugte. Zudem sei es
wichtig, dass es für humanitäre Hilfseinsätze bindende Standards
gebe. "Menschen in Not brauchen nicht nur gut gemeinte, sondern vor
allem professionelle Hilfe", betonte der THW-Präsident.

Die INSARAG ist ein Gremium innerhalb der Vereinten Nationen, das
sich aus Katastrophenschutzexperten aus über 80 Ländern
zusammensetzt. Seine Hauptaufgabe ist es, internationale
Qualitätsstandards für so genannte urbane Ortungs- und
Rettungseinheiten (SAR) festzulegen. SAR Einheiten werden vornehmlich
nach Katastrophen in dicht besiedelten Gebieten eingesetzt.

Vom 27. August bis 1. September trainierten 58 Einsatzkräfte der
SEEBA unter den Augen von UN- und weiteren internationalen
Beobachtern den Einsatz nach einem Erdbeben. Dabei wurden das
Einsatzteam, die technische Ausstattung, die Einsatztaktik sowie die
Führungs- und Kommu-nikationsstrukturen unter die Lupe genommen. Die
INSARAG zertifiziert die internationalen Einsatzteams in den
Kategorien "Light", "Medium" und "Heavy", wobei diese Festlegung
sowohl die Ausstattung als auch die Größe des Teams bestimmt. Mit der
Zertifizierung als "Heavy-Team" (58 Einsatzkräfte) sind auch die
Bedingungen für das "Medium-Team" (30 Einsatzkräfte) erfüllt.


Quelle:
THW
 

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