Rekord für die Lebensretter aus der Luft
Autor:
Webmaster
Uhrzeit:
9:09 Uhr
Datum:
Freitag, 25.Januar 2008
Niemals zuvor wurde die Luftrettungsallianz TEAM DRF zu so vielen
Einsätzen alarmiert wie im Jahr 2007. Die Zahl stieg auf 39.111, das
sind 2.612 Rettungseinsätze bzw. 7,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen für die Luftretter zählten
lebensgefährliche Erkrankungen, wie z.B. Herzinfarkte und
Schlaganfälle sowie Unfälle. In Deutschland transportierten die TEAM
DRF-Hubschrauber 3.685 Schlaganfallpatienten in Spezialkliniken.
Zusätzlich leisteten die Luftretter 3.084 Herzinfarktpatienten
schnelle Hilfe. 3.168 Opfer von Verkehrsunfällen verdanken den TEAM
DRF-Hubschraubern notärztliche Versorgung.

Durchschnittlich waren die Lebensretter aus der Luft pro Tag
107-mal im Einsatz. Der einsatzstärkste Arbeitstag war der 14. Juli
2007. Über 120 Patienten erhielten in Deutschland durch die TEAM
DRF-Hubschrauber rettende Hilfe aus der Luft.

Einsatzstärkste Hubschrauber

Einsatzstärkster Rettungshubschrauber im TEAM DRF war "Christoph
27", der im Großraum Nürnberg zur Rettung von Notfallpatienten im
Einsatz ist (1.682 Einsätze). "Christoph Sachsen-Anhalt" war der am
häufigsten für dringende Patiententransporte eingesetzte TEAM
DRF-Hubschrauber (1.168 Einsätze). Er ist der einzige
Intensivtransporthubschrauber in Sachsen-Anhalt, der 24 Stunden
einsatzbereit ist.

Mögliche Gründe für die Rekordzahlen

Ein Hauptgrund für die gestiegenen Einsatzzahlen der Luftretter
sind die strukturellen Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen.
In strukturschwachen Gebieten herrscht zunehmend ein Mangel an
bodengebundenen Notärzten. Damit wird die Luftrettung des TEAM DRF
immer wichtiger für eine lückenlose Notfallversorgung der
Bevölkerung. Aufgrund der Einführung moderner Therapieverfahren und
der veränderten Krankenhauslandschaft werden Notfallpatienten nach
der Erstversorgung über weitere Strecken in Spezialkliniken gebracht.
Darüber hinaus steigt die Zahl der Transporte zwischen Kliniken, um
Intensivpatienten eine bestmögliche Therapie in Spezialkliniken zu
ermöglichen.

Mehr Effizienz in der Luftrettung

Aufgrund des Umbruchs im Gesundheitswesen müssen Kosten gespart
und trotzdem Patienten umfassend versorgt werden. Die Luftretter des
TEAM DRF leisten einen wichtigen Beitrag, um die Notfallrettung
effizienter zu machen. Über 120 Rettungsleitstellen in Deutschland
wurden bisher durch das TEAM DRF mit dem innovativem System "Rescue
Track" ausgestattet, das es erstmals ermöglicht, die Position und
Einsatzbereitschaft von Rettungshubschraubern immer im Blick zu
haben. "Insbesondere die Patienten in strukturschwachen Regionen
profitieren von einer effizienteren und schnelleren
Hubschrauberdisposition", erläutert Steffen Lutz, Geschäftsführer der
DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) die Vorteile. Die DRF engagiert
sich derzeit für eine flächendeckende Einführung dieses
zukunftsweisenden Ortungssystems im gesamten deutschen
Luftrettungsnetz, also auch bei anderen Luftrettungsbetreibern wie
dem ADAC und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK).

Hintergrundinformationen zum TEAM DRF

Zum TEAM DRF gehören die gemeinnützige Luftrettungsorganisation
DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.), die deutschen Partner HDM
Luftrettung gGmbH und HSD Hubschrauber Sonder Dienst Flugbetriebs
GmbH & Co.KG sowie die österreichische ARA-Flugrettungs GmbH und
Helitalia S.p.A., das italienische Partnerunternehmen. An 43
Luftrettungszentren in Deutschland, Österreich und Italien hält das
TEAM DRF über 50 Hubschrauber für die Notfallrettung und für
Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit - an acht
Standorten sogar rund um die Uhr. Rund 700 Notärzte, 400
Rettungsassistenten, 180 Piloten und 90 Techniker sind für das TEAM
DRF im Einsatz. Über die regionale Luftrettung hinaus führte das TEAM
DRF im vergangenen Jahr 778 Rückholungen von schwerkranken oder
verletzten Patienten aus dem Ausland in ihre Heimatländer durch.
Dabei wurden 96 Länder auf dieser Erde angeflogen.

Originaltext: DRF Deutsche Rettungsflugwacht e.V.
 

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